Stalingrad

Paris, 29.06.2018  Volgograd ist eine der russischen Städte, in deren neuerbauten Stadien die derzeitige Fußball-WM ausgetragen wird. Dieses Stadion für 45 000 Zuschauer wurde auf den Trümmern einer Schlacht des 2. Weltkriegs erbaut, denn Volgograd hieß einst Stalingrad. Unter Chrustschow kam es zu der Umbenennung, nachdem man begonnen hatte, das totalitäre Regimes Stalins aufzuarbeiten. Stalingrad steht als Symbol für die Niederlage der deutschen Armee und Hitlers. Auch auf der russischen Seite brachte die Schlacht große Verluste. Neben dem Stadion liegt daher eine Gedenkstätte von den Ausmaßen einer Stadt und eine riesige Figur der Patria, die an die amerikanische Freiheitsstatue erinnert, überragt alles auf dem nahen Hügel, der vor gut 70 Jahren gewiss eine wichtige Stellung war. In Le Monde vom…

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Christoph Ransmayr in Frankreich

Paris, 28.06.2018  Am Montagabend wurde Ransmayrs französischer Übersetzer, Bernard Kreiss, in Paris ausgezeichnet. Er erhielt von der Société des Gens de Lettre den Preis für sein übersetzerisches Gesamtwerk. Ich hätte ihn gerne getroffen, aber er hatte aus Krankheitsgründen nicht kommen können. Dafür traf ich seine Lektorinnen. Zufällig wurde auch Ransmayr in Deutschland kürzlich ausgezeichnet, mit dem Würth-Preis für europäische Literatur. Seine Dankesrede wurde am 25. Juni in der FAZ abgedruckt, sie trägt den Titel „Mädchen im gelben Kleid“ und ist eine starke literarische Wortmeldung zu der brandaktuellen Frage der Migranten. Ich zitiere nur einen Satz aus diesem packenden Text, sie können ihn unter „Würth-Preis“ auf Faz.net nachlesen, es lohnt sich: „Vergangenheit? Das sei doch alles längst vergangen? Die Toten sind…

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